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Kapitel1:
Dr.Luzifer

Kapitel2:
Walpurgisnacht

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potaje lanzaroteño.


Ein Kochbuch mit Geschichten und Rezepten
rund um die Insel der Vulkane

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Vorwort:
Von Till Palmer und DIogenes von der Töss

Die Potaje

ist ein Eintopfgericht und hatte früher mal einen etwas "armseligen" Beigeschmack.
Nach Armut, Bedürftigkeit, Einfachheit. Kein Gericht, zu dem man liebe Freunde lädt. Diese lädt man zur „sopa“, der Suppe. Von der „abuela“, der Tante oder auch der Mama. Die dann auch gleich die restlichen Gänge kochen und servieren. Der Lanzaroteño hat(te) in der Küche nichts zu suchen. In diesem Raum regiert(e) das Matriarchat. Uneingeschränkt.
Sie sehen, hier war mann/frau emanzipiert.

Inzwischen hat sich auch ganz Lanzarote emanzipiert, sich ein respektables Stück von diesem „fast-food“- Gericht namens Tourismus und Wohlstand abgeschnitten.
Und die Touristen mögen’s halt original.
Echt einheimisch. Und so erscheinen „potajes y sopas“ vermehrt auf den Speisekarten. Und das, meistens, zu unserer Freude.

Dieses Sammlung von Geschichten und Rezepten ist auch eine „potaje“ und keine „sopa“.
So ein buntes Gemisch, was da so in in des Autors Vorratskasten namens Phantasie halt gerade vorhanden war. Er hat nichts dazu gekauft.

Lanzarote lädt zu kreativem Kochen ein. Die Kochkunst ist bekanntlich eine Kunst, deren Gehalt man sofort, nämlich beim Essen, aufspüren kann. Das ist oft einfacher als im Museum vor einem Bild eines "grossen Künstlers" zu stehen. Nein, die Kunst, Energie, Liebe, Geschichten in die Gerichte hineinzuzaubern, ist schmeck- fühl- rich- geniessbar!
Nicht zuletzt deshalb, weil das mitteleuropäische Durchschnittsangebot an Zutaten hier nicht anzutreffen ist, ist die Kochkunst auf Lanzarote sehr speziell.
Und so kam der Autor ins lustvolle Pröbeln und Schnipseln, vor ihn hin Köcheln. Es nochmals versuchen, bis er glaubte, dass es nun stimmte.
Für ihn. Vielleicht auch für Sie.

So begegneten ihm beim Einkaufen, beim Bummeln und beim Kaffee oder bei einem Glas „vino del pais“ in der kleinen Kneipe im Charco von Arrecife sehr verschiedene Menschen. Regten ihn zu Geschichten an. Alle mit einem Kern Wahrheit drin. Dennoch alle erfunden. Erlogen. Vielleicht gerade deshalb wahr.
Weil die Lüge ebensowenig zu belegen ist, wie die Wahrheit. Die ja auch viele Gesichter hat. Wahr ist, was wir sehen wollen. Was wirklich wahr ist, sehen wir selten. Weil wir das meistens gar nicht wollen.

Und so können wir nun mit Fug und Recht behaupten, dass Sie ein kleines Lügenbuch vor sich liegen haben. Und der Autor schämt sich nicht einmal dafür. Denn die Lüge ist die Zwillingsschwester der Wahrheit. Und sie tauschen oft ihre Identität. Und das meistens ohne dass wir es merken. Merken wollen.

Seien Sie nachsichtig mit den Figuren, auch mit dem Autor. Wenn es kein „happy-end“ gibt, das Gericht nicht beim ersten Male gelingt. In der Liebe wie in der Küche gilt eine Grundregel; es nochmals versuchen. Und gleich nochmals. Bis es klappt! 

Also, lesen Sie mit Ihren Ohren, riechen Sie mit Ihren Augen, denken Sie mit Ihrem Bauch und fühlen Sie mit Ihrem Kopf.

Kapitel 1: Dr. Luzifer, Monte Corona, Lanzarote
Rezept: Mejillones del Volcán

Kapitel 2: Walpurgisnacht, Volcán del Cuervo, Lanzarote
Rezept: Tortilla Verde Cuervo

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