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potaje lanzaroteño.
Ich musste mich wohl verlaufen haben; seit fast einer Stunde lief, besser stolperte ich auf diesem immensen Lavafeld am Fuße des Monte Corona herum. Straße und mein Auto hatte ich aus den Augen verloren, um mich herum nichts als Lava. Eckig, schroff, mit scharfen Kanten. Ich musste aufpassen, wohin ich meine Füße setzte. Faszinierend, doch auch mit einer Prise von unheimlich, dieses einstmals flüssige, seit Jahrtausenden erstarrte Gestein, kaum von einer Flechte bewachsen. Links oben von mir, keine fünfzig Meter entfernt, schien der Eingang zu einer Höhle zu liegen. Bis dorthin wollte ich noch, dann würde ich umkehren, den Abstieg beginnen. Die Höhle schien größer als vermutet, der Eingang machte Hoffnung auf eine kleine Entdeckung. Sicher an die drei Meter hoch, ein Portal schier, lockte dieser Einstieg Nein, das konnte ich nicht unbesehen hinter mir lassen. Es schien ein leiser, kaum wahrnehmbarer warmer Luftstrom aus der Höhle zu kommen. Offenbar hatte sie auch einen Ausgang, ein zweites Loch zur Oberfläche. Da war auch ein Geruch, undefinierbar, doch deutlich zu unterscheiden, von dem warmen, lauen Nordwind draussen. Der Boden der Höhle war fast flach, kaum mit Felsbrocken und Kanten versehen wie die Lava draußen. Ich wusste nicht, was mich getrieben hatte, weiter zu gehen Ich vergaß alle meine Ängste, welche ich sonst in solch ungewöhnlichen Situationen immer habe und schritt vorsichtig weiter. Plötzlich teilten sich die Flammen! Ein dunkel gekleideter, schlanker Herr trat in den Raum. Eine elegante Erscheinung, schwarzes, kurz geschnittenes Haar. Prägnante Gesichtszüge mit eigenartig stechendem Blick und ein spöttisches Lächeln um die Lippen: „Willkommen, ich habe sie erwartet, darf ich mich vorstellen, Dr. Luzifer“ eröffnete er die Begegnung. Erschrocken, auch sehr beeindruckt nannte ich meinen Namen und hatte nicht annähernd jene Sicherheit, die ich mir gerade in diesem Augenblick gewünscht hätte. „Ja,“ fuhr er fort, „ich bin es, den ihr Menschen den Teufel nennt. Sicher sind sie erstaunt, hatten etwas Anderes erwartet. Nun ja, mein Aktionsradius ist seit einiger Zeit recht eingeschränkt. Seit die Menschen nicht mehr an mich glauben, ich muss es ehrlich gestehen, wird es mir oftmals etwas eng und langweilig. Und meinem Partner geht es ebenso.“ Ich musste einen reichlich ratlosen Gesichtsausdruck gehabt haben, daraufhin lachte er, fast ein herzliches Lachen, wäre da nicht eine Spur vor Bitterkeit und Ironie darin gewesen. „Gott natürlich, wer denn sonst?“. Dann zog er eine Augenbraue leicht nach oben und sah mich leicht von der Seite an: „Wissen Sie, das Gute kann ohne das Böse nicht sein. Dr. Luzifer erhob sich, griff in die Flammen hinter sich und hielt dann plötzlich ein Servierbrett aus edelstem Holz in der Hand. „Bitte sehr, trinken sie ein Glas mit mir! Gin and Tonic, Gordon’s natürlich, ich weiß, dass sie das mögen. Besucher sind, wie gesagt, selten und müssen ein klein wenig gefeiert werden.“ Ich ergriff ein - offenbar feuerfestes - Glas, leise klirrten die Eiswürfel, die sich gespenstischerweise auch hier in der "höllischen Wärme" nicht auflösten. Dann prostete ihm dann zu, genoss den ersten kühlen Schluck. Wir schwiegen eine Weile, dann fragte er mich: “Hätten sie Lust, meine bescheidene Wirkungsstätte etwas näher anzusehen?“ Er lächelte verstohlen und meinte darauf: „Was die Menschen so über die Hölle zu wissen glauben, können sie getrost vergessen. Es ist sehr interessant, glauben Sie mir. EIne echte Hölle liebevoll zu gestalten, ist eine hohe Kunst. Man ist ja schliesslich kein Unmensch, äh, kein Unteufel, nicht wahr?“, schloss er leise. Nun war ich jedoch reichlich verunsichert und merkte auch, dass die Angst vor diesem anfangs so freundlich scheinenden Wesen mich von hinten ankroch. Ich wollte mich aus diesem Gespräch, diesem Gefühl und dieser Begegnung am liebsten vorsichtig und diplomatisch irgendwie wieder herausmanövrieren. Erst jetzt sah ich über seiner Stirne die beiden leichten Erhöhungen, dort mussten sicher die Hörner des Dr. Luzifer sein. Etwas Kaltes kroch meinen Rücken herunter. Dennoch, inzwischen war meine Angst hellwach. Flucht stand auf meiner Fahne geschrieben. „Kommen sie, mein lieber Freund!“ meinte Dr. Luzifer jovial, fast etwas drängend. Ich zeige ihnen die Restbestände meines Reiches. Ich denke, dass ich die nötige Essenz trotz aller Redimensionierungen erhalten konnte.“ Er lachte einmal mehr verstohlen, meinte dann gefällig, fast ein wenig kumpelhaft: „Und nachher können sie auch die Residenz meines Partners ansehen. Wissen sie, Hölle und Himmel liegen näher beieinander, als die Menschen gemeinhin glauben.“ Dr. Luzifer streckte mir freundlich die Hand hin und wollte mich führen. Panik überkam mich, vor allem als ich bemerkte, dass ich die Kraft nicht hatte um mich ihm und seiner Hand zu entziehen. Wie gebannt sah ich meiner rechten Hand zu, wie sie sich der Seinen näherte. Er umschloss sie fest, jedoch nicht unangenehm, und zog mich zu einer der Feuerwände. Er ging vor. Nun erst brannte das Feuer auf meinem Gesicht, meinen Händen, schmerzte, verbrannte mich. Ich begann zu schreien, als ich bemerkte, dass inzwischen auch meine Kleider brannten. Dann erst konnte ich die Augen öffnen, kam langsam und verwirrt zu mir, dorthin wo ich wirklich war: In unserem Ferienappartement am Strand von Playa Quemada. Der verbrannte Strand. Ausgerechnet. Ob es da einen Zusammenhang gab?. Ich fühlte, dass ich schwitzte und feuchtkalt in unserem Bett lag, heftig atmete. Dann hörte ich Marianne in der Küche hantieren, mit Kaffeetassen klappern. Sie kam ins Schlafzimmer, in beiden Händen eine Tasse. Sah mich etwas zweifelnd an und fragte: Ich weiß nicht, was es ist. Mir scheint, hier riecht irgendwie alles nach Schwefel…?“ Nach vielen Jahren des Zweifels habe ich es vor Kurzem dann aber doch tatsächlich gewagt, diese Höhle nochmals zu suchen. Und ich fand sie auch wieder!. Doch war der Höhleneingang versperrt. Und ein kleines Schild informierte mich:
Dr. Luzifers Rezept: Mejillones del Volcán Mejillones del Volcán Gebratene Muscheln mit Rohschinken Hauptspeise für 2 Personen 1 Pkg. grüne Muscheln, 9 dünne Tranchen Jamon serrano, (Rohschinken) Pro Muschel eine halbe Tranche Rohschinken, mit einem Zahnstocher fixieren 1/2 Zwiebel, fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch glasieren Die eingewickelten Mejillones Anstelle von Tabasco kann Mann/Frau auch Chillischoten nehmen, das kann aber recht „Hot“ werden. Der Jamon Serrano sollte dünn und gleichmäßig
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